Halil Savda 

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15. Mai: Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerung

Council of Europe: Decision to Conscientious Objection in Turkey

Urgent individual measures

(10.12.2012) The Deputies

1. noted that there are no arrest warrants issued against the applicants in the Ülke group of cases for any crimes related to failure to carry out military service;

2. noted, however, with concern that the applicant in the case of Erçep is still under the obligation to pay an administrative fine draft evading and the applicant in the case of Feti Demirtaş was convicted and sentenced to imprisonment for disobedience to a military order, although his conviction is not final yet;

3. urged the Turkish authorities to take the necessary measures to ensure that the consequences of the violations found by the Court in these cases are completely erased for the applicants;

4. urged the Turkish authorities to take the necessary legislative measures with a view to preventing the repetitive prosecution and conviction of conscientious objectors and to ensuring that an effective and accessible procedure is made available to them in order to establish whether they are entitled to conscientious objector status;

5. invited the Turkish authorities to provide information to the Committee of Ministers on the measures taken or envisaged in order to ensure that conscientious objectors are not tried before military courts in the light of the findings of the European Court in the cases of Erçep, Savda and Feti Demirtaş.

15. Mai: Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerung

Europarat zur Türkei: Entscheidungen zur Kriegsdienstverweigerung

Dringende individuelle Maßnahmen

(10.12.2012) Die Ausschussmitglieder

1. stellen fest, dass gegen die Antragsteller der Ülke-Gruppe keine Haftbefehle wegen ihrer Nichtableistung des Militärdienstes vorliegen;

2. merken trotzdem mit Bedauern an, dass der Antragsteller im Fall von Erçep weiterhin dazu verpflichtet ist, eine Ordnungsstrafe wegen Militärdienstentziehung zu zahlen und der Antragsteller im Fall von Feti Demirtaş wegen Befehlsverweigerung schuldig gesprochen und zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig ist.

3. fordern die türkische Regierung auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die Folgen der vom Gerichtshof festgestellten Verletzungen (der Europäischen Menschenrechtskonvention) vollständig beendet werden;

4. fordern die türkische Regierung auf, dringend gesetzliche Maßnahmen zu ergreifen, um wiederholte Verfolgung und Verurteilung von Kriegsdienstverweigerern zu verhindern und um sicherzustellen, dass es ein wirksames und zugängliches Verfahren gibt, das Kriegsdienstverweigerern ermöglicht, feststellen zu lassen, ob sie berechtigt sind, den Status als Kriegsdienstverweigerer zu erhalten.

5. laden die türkische Regierung ein, dem Ministerausschuss Informationen zukommen zu lassen über die durchgeführten oder geplanten Maßnahmen, mit denen sichergestellt wird, dass Kriegsdienstverweigerer nicht vor Militärgerichte gestellt werden entsprechend der Feststellungen des Europäischen Gerichtshofes in den Fällen von Erçep, Savda und Feti Demirtaş.

15. Mai: Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerung

Ich laufe für den Frieden von Roboskî nach Ankara!

(01.09.2012) Die kurdische Frage kann nicht mit mehr Sicherheitsmaßnahmen gelöst werden, sondern mit mehr Freiheit und mehr Frieden. Die Forderung auf das "Schweigen der Waffen“ ist eine Haltung gegen das gegenwärtige "Sicherheitsverständnis“ der Regierung.

Aus dem Grunde werde ich am 1. September 2012, am Weltfriedenstag, meinen Lauf (1.300 km) von Roboskî nach Ankara beginnen und für den Frieden 40 Tage unterwegs sein. Während dieses Laufes werde ich in jeder Stadt die vom Krieg verursachten Menschenrechtsverletzungen mit der Öffentlichkeit teilen.

Halil Savda

ECHR to Turkey: Refusal to grant conscientious objector status is not necessary in a democratic society

(12.06.2012) In today’s Chamber judgment in the case Savda v. Turkey (application no. 42730/05), the European Court of Human Rights held, unanimously, that there had been:

- violations of Article 3 (prohibition of degrading treatment) and 9 (right to freedom of thought, conscience and religion) of the European Convention on Human Rights; and

- a violation of Article 6 § 1 of the Convention on account of the lack of independence and impartiality of the military court.