Kriegsdienstverweigerer berichten 

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Fr., 10.12: Kriegsdienstverweigerer aus der Türkei suchen Schutz in Deutschland

Cemal Bozoğlu (MdL, Grüne Bayern), Connection e.V. und Bellevue di Monaco laden zur online-Veranstaltung ein

Freitag, 10. Dezember 2021, Tag der Menschenrechte, 19-21.00 Uhr

Vorab Anmeldung unter dem folgendem Link oder per Mail an anmeldung(at)bellevuedimonaco.de

Die Veranstaltung wird mit Simultanübersetzung deutsch-türkisch durchgeführt.

Mit

Cemal Bozoğlu, MdL, Bündnis 90/Die Grünen

Onur Erden und Beran Mehmet İşçi haben wegen ihrer Kriegsdienstverweigerung Asyl in Deutschland beantragt.

Rudi Friedrich, Connection e.V.

Moderation: Stephan Dünnwald, Bellevue di Monaco

Eran Aviv

Meine Gedanken nach 64 Tagen im israelischen Militärgefängnis

(13.09.2021) Hallo, mein Name ist Eran. Ich bin 19 Jahre alt und komme aus Tel Aviv. Vielleicht erinnern Sie sich an mein letztes  Update, das ich im Juli geschrieben habe. Damals hatte ich bereits eine Haftstrafe verbüßt und war zu einer weiteren verurteilt worden. Jetzt habe ich meine vierte Haft abgesessen und insgesamt 64 Tage im Gefängnis verbracht. Im Folgenden möchte ich meine Gedanken und Erfahrungen aus dem Militärgefängnis mit Ihnen teilen.

Shahar Perets, Foto: Oren Ziv, Magazine +972

Shahar Perets, Israel: „Ich möchte keine Uniform tragen, die Gewalt und Schmerz symbolisiert“

(01.09.2021) Die israelische Kriegsdienstverweigerin Shahar Perets wurde am 31. August 2021 zu 10 Tagen Militärgefängnis verurteilt, nachdem sie bekannt gegeben hatte, dass sie sich wegen der Politik der israelischen Armee (IDF) gegenüber den Palästinenser*innen weigert, der Einberufung zu folgen.

Deutschland: Kriegsdienstverweigerung als lebensgeschichtliches Ereignis - Gesprächsrunde jetzt online

(16.07.2021) In der BRD sahen sich bis zur Aussetzung der Wehrpflicht vor 10 Jahren Kriegsdienstverweigerer mit einem Prüfungsverfahren konfrontiert, das dazu diente, das im Grundgesetz verankerte Recht auf Kriegsdienstverweigerung auszuhebeln. In der DDR gab es nicht einmal ein rudimentäres Kriegsdienstverweigerungsrecht. Außerdem gab es in beiden deutschen Staaten junge Männer, die die Wehrpflicht als staatlich erzwungenen Militär- und Kriegsdienstzwang grundsätzlich ablehnten und total verweigerten. Moderiert von Dr. Ute Finckh-Krämer berichteten und diskutierten neben Hannah Brinkmann Zeitzeugen und Zeitzeuginnen mit unterschiedlichsten Hintergründen über ihre Entscheidung und ihre Erfahrungen zur Kriegsdienstverweigerung vor 50 Jahren. Das Gespräch ist online abrufbar unter https://youtu.be/HLX5f5z9J4c.