Misshandlung 

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Halil Savda

Halil Savda

Kurzportrait

(07.03.2011) Kurzportrait des türkischen Kriegsdienstverweigerers Halil Savda

Nach 29 Stunden wurde ich freigelassen

Ägypten: Kriegsdienstverweigerer Maikel Nabil Sanad geschlagen und misshandelt

(05.02.2011) Liebe Freunde, der Geheimdienst ließ mich heute Morgen um sieben Uhr frei - nach 29 Stunden Haft. Sie schlugen mich, misshandelten mich sexuell und drohten mir mit einem Militärstrafverfahren. Sie drängten mich, in die Armee zu gehen und stahlen meinen Pass und mein Handy. Es waren die schlimmsten Tage meines Lebens. Ich denke, sie taten es, um sich an mir wegen meiner Kriegsdienstverweigerung zu rächen. Ich werde einige Tage brauchen, um mich von diesen schrecklichen Erfahrungen zu erholen.

Türkei: Kriegsdienstverweigerer wurde in die Zelle “Sibirien” verlegt und ist im Hungerstreik

Inan Süver: “Helft mir!”

(27.10.2010) Istanbul – Kriegsdienstverweigerer Inan Süver hat am 22. Oktober 2010 im Militärgefängnis Buca einen Hungerstreik begonnen. Er wurde auf Befehl des Leiters des Militärgefängnisses mit den Worten “Werft diesen Landesverräter in die 17” in eine Zelle gesperrt, die unter dem Namen Sibirien bekannt ist. Das schilderte Inan Süver in einem Brief an seine Familie. Er erwähnt in dem Schreiben, dass es in der Zelle Ratten gibt und er kein Wasser, Zucker und Zigaretten erhält. Zudem schreibt er, dass es ihm psychisch schlecht geht.

Broschüre Eritrea 2009

Meine Zeit im Untergrundgefängnis in Wi’a

Ein eritreischer Deserteur berichtet auf der Pressekonferenz

(09.09.2010) In Eritrea steckten sie mich Mitte 2008 in Wi’a in ein Gefängnis, das unter dem Namen Under bekannt ist. Es ist eine ehemalige Zisterne, die von den Italienern gebaut wurde, aus Steinen und Zement. Ein kleiner Gang führt mehrere Meter nach unten in einen Raum, der 15 x 10 Meter groß ist. Als ich dort zum ersten Mal hinkam, sah ich nichts. Später konnte ich ein wenig wahrnehmen. Etwa 400 Gefangene waren dort. Es gab keine Fenster, nur den kleinen Gang am Eingang. Es war unerträglich heiß und es gab viel zu wenig Sauerstoff. Wie die anderen zog ich mir die letzten Kleider vom Leib und hatte nur noch meine Unterhose an.