Strafverfolgung 

Seite: 1   2   3   4   5   ...  

Tadschikistan: Kriegsdienstverweigerer gefoltert

Jovidon Bobojonov zu zwei Jahren Haft verurteilt

(02.04.2020) Fast sechs Monate nach seiner Verhaftung hat das Militärgericht von Duschanbe den 20-jährigen Zeugen Jehovah und Kriegsdienstverweigerer Jovidon Bobojonov heute zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt. Bobojonov legte bereits Berufung ein. Während seiner Zeit in der Militäreinheit war Bobojonov von Soldaten mit Schlägen gefoltert worden, um ihn dazu zu zwingen, die Uniform anzuziehen und einen militärischen Eid abzuleisten.

Esin Kavruk

Türkei: Fast zwei Jahre Haft wegen „Nein zum Krieg”

(15.02.2020) Wegen friedensfordernden Beiträgen in sozialen Netzwerken und Kritik an der türkischen Invasion in Nordsyrien ist eine Gewerkschaftsaktivistin in der Türkei zu fast zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.

(externer Link)   ... mehr
Kamiljan Ergashov. Foto: Zeugen Jehovahs

Turkmenistan: Erste Verurteilung eines Kriegsdienstverweigerers in 2020

(27.01.2020) Am 13. Januar 2020 verurteilte ein Gericht in der Region Dashoguz den Kriegsdienstverweigerer Kamiljan Ergashov zu zwei Jahren Haft. Es ist das erste Urteil gegen einen Kriegsdienstverweigerer im Jahr 2020. Kamiljan Ergashov, Zeuge Jehovah, hatte angeboten, einen alternativen Dienst abzuleisten, was Turkmenistan aber nicht anbietet. Er wird wahrscheinlich wie die anderen acht inhaftierten Kriegsdienstverweigerer in das Arbeitslager Seydi überstellt werden, das bekannt ist für die dort vorherrschenden harten Bedingungen und Folter. Seit Januar 2018 wurden nun insgesamt 20 Kriegsdienstverweigerer zu Haftstrafen verurteilt.

Jovidon Bobojonov. Foto: Zeugen Jehovahs

Tadschikistan: Ist Kriegsdienstverweigerung “ein schweres Verbrechen”?

(14.01.2020) Der Kriegsdienstverweigerer und Zeuge Jehovah Jovidon Bobojonov wird seit Oktober 2019 vom Militär in einer Kaserne in der Nähe von Duschanbe festgehalten, obwohl er angeboten hat, einen alternativen Dienst abzuleisten und obwohl die Regierung im März 2019 gegenüber dem UN-Menschenrechtskomitee erklärt hatte, dass ein alternativer Dienst vorbereitet werde.

Gegen den 19-jährigen ist ein Verfahren anhängig, weil er sich weigert Waffen zu tragen, eine Uniform anzuziehen und den militärischen Eid zu leisten. Sein Antrag auf Ableistung eines alternativen Dienstes wurde abgelehnt. Ein Strafverfahren wurde bislang nicht eröffnet.