Urteile 

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Britischer Soldat, der sich gegen Afghanistankrieg aussprach, wegen Unerlaubter Abwesenheit verurteilt

Joe Glenton, der in der Antikriegsbewegung sehr viel Aufsehen erregte, wurde zu neun Monaten Haft verurteilt

(05.03.2010) Ein britischer Soldat, der sich weigerte, erneut zum Einsatz nach Afghanistan zu gehen und sich auf einer Antikriegsdemonstration öffentlich äußerte, wurde heute zu neun Monaten Haft in einem Militärgefängnis verurteilt. Ein Richtergremium von drei Offizieren und einer Richterin, Emma Peters, führten das Verfahren des Militärgerichtes Colchester in der Grafschaft Essex durch. Sie degradierten Joe Glenton auch vom Hauptgefreiten zum einfachen Soldaten.

„Kriegsdienstverweigerung ist mehr als eine Rechtsfigur“

Zum Urteil des kolumbianischen Verfassungsgerichtes

Seit etwas mehr als einem Jahr arbeitet ein Bündnis von Organisationen und Gruppen mit juristischen Mitteln zur Frage der Verweigerung des Militärdienstes aus Gewissensgründen. Als Ergebnis ihrer Arbeit reichte das Bündnis eine Klage ein mit dem Ziel, das Gesetz Nr. 48, welches die Rekrutierung durch die kolumbianische Armee regelt, für verfassungswidrig erklären zu lassen. Diese Aktion heißen wir gut und unterstützen sie gemeinsam mit vielen anderen Organisationen. Vor etwa einem Monat hat sich nun das kolumbianische Verfassungsgericht zu der Sache geäußert; eine Zusammenfassung des Urteils wurde veröffentlicht. Wir als Jugendorganisation schätzen die Bemühungen verschiedener Organisationen in diesem juristischen Kampf außerordentlich; aber als Verweigerer und Verweigerinnen wollen wir dennoch einige Anmerkungen dazu machen.

US-Militärgericht beendet Verfahren gegen Watada

Armee akzeptiert Ausscheiden aus dem Dienst

(26.09.2009) Das erste Mal gestattet die US-Armee einem Unteroffizier das Ausscheiden aus der Armee, der wegen seiner Weigerung, in den Irak zu gehen, vor dem Militärgericht angeklagt war. Das erklärte letzten Freitag Watadas Rechtsanwalt Kenneth Kagan. Zunächst wird Ehren Watada am 2. Oktober als "nicht ehrenhaft" aus dem Dienst entlassen.

US-Deserteur André Shepherd braucht Asyl

Broschüre, Januar 2009

(01.01.2009) Mit der Veröffentlichung dokumentieren wir die Asylantragstellung des US-Deserteurs André Shepherd. Als er im April 2007 ein zweites Mal in den Kriegseinsatz in den Irak gehen sollte, desertierte er und beantragte schließlich im November 2008 Asyl in Deutschland. Damit ist er der erste US-Verweigerer des Irakkrieges, der hier einen Antrag auf Anerkennung als politischer Flüchtling gestellt hat. Sein Fall wird ergänzt durch Berichte über aktuelle Verurteilungen gegen weitere US-Verweigerer.