Kriegsdienstverweigerung 

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Foto: Boykin Reynolds

End the War!

Fotoausstellung über Protest und Widerstand gegen den Krieg in Vietnam

9. bis 19. Mai 2019

Studierendenhaus Campus Bockenheim, K4

Mertonstr. 26 in 60325 Frankfurt/M.

Die Öffnungszeiten finden sich unter www.ohdk.de

Der über zehn Jahre andauernde Vietnamkrieg wühlte die USA auf wie wenige Ereignisse zuvor. Zu Spitzenzeiten hatte das Land mehr als eine halbe Millionen Soldaten in den Krieg entsandt. Mit der Ausweitung des Krieges und der Einberufung von Soldaten über die Wehrpflicht gab es zwischen 1967 und 1972 eine große Protestbewegung: Mit zahlreichen Demonstrationen, Antirekrutierungsaktionen und Aktionen zivilen Ungehorsams. Für weltweite Proteste sorgte insbesondere die Kriegführung der USA. Bekannt wurden Einsätze von Napalm und Agent Orange gegen die Zivilbevölkerung und Massaker wie das am 16. März 1968 in My Lai.

Die originalen Fotos des Fotografen Boykin Reynolds, die bisher nur einmal ausgestellt wurden, zeigen verschiedene Proteste und Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg in den Jahren 1969 & 1970: auf den Stufen des US Kapitols in Washington, D.C. im Mai und Juni 1969, die “Moratorium“ Demonstration von 500.000 Menschen am 15. Nov. 1969 und einen Friedensmarch in Toronto, Canada im Frühjahr 1970. Zusätzlich sind Aufnahmen von den Präsidentschaftskandidaten, Richard Nixon, Hubert Humphrey und George Wallace bei Wahlkampfauftritten im Herbst 1968 zu sehen.

Veranstaltet von: Offenes Haus der Kulturen e.V.

Sir! NO Sir!

Dokufilm und Diskussion

Di., den 14. Mai 2019, 20 Uhr

Studierendenhaus Campus Bockenheim

Mertonstr. 26 in 60325 Frankfurt

In den 1960er Jahren während des Vietnamkrieges entwickelte sich eine Antikriegsbewegung, die den Lauf der Geschichte veränderte. Diese Bewegung fand nicht an den Universitäten statt, sondern in Kasernen und auf Flugzeugträgern. Es gedieh in Militärgefängnissen und drang in Elite- Militärhochschulen ein. Und es verbreitete sich auf den Schlachtfeldern von Vietnam. Hunderte gingen ins Gefängnis und Tausende ins Exil. 1971 hatte sie, nach den Worten eines Obersten, die gesamten Streitkräfte befallen und die weitere Kriegsführung nahezu unmöglich gemacht. Heute wissen jedoch nur wenige Menschen über die GI-Bewegung gegen den Krieg in Vietnam.
Der im Rahmen der Ausstellung END THE WAR! gezeigte Film „Sir! No Sir!“ (2005) von David Zeiger erzählt die Geschichte des zunehmenden Widerstand innerhalb der US Armee. Im Anschluss wird es ein Zeitzeugengespräch mit dem Ausstellungsfotografen Boykin Reynolds geben, der damals auch seinen Wehrpass zurückschickte und Totalverweigerer war.

US 2005, 53 Minuten
englisch/deutsch mit deutschen Untertiteln.
R: David Zeiger K: May Rigler, David Zeiger
S: May Rigler, Lindsay Mofford M: Buddy Judge
mit: Donald Sutherland, Jane Fonda, Greg Payton, Dave Cline, Keith Mather, Dr. Howard Levy, Susan Schnall, Terry Whitmore

Veranstaltet von: Offenes Haus der Kulturen e.V. in Kooperation mit Pupille - Kino in der Uni

Kolumbien

Antimilitarismus und Kriegsdienstverweigerung

Donnerstag, den 18. April 2019, 19 Uhr

Bürogemeinschaft

Walpodenstr. 10, 55116 Mainz

Mit dem Politologen und Kriegsdienstverweigerer Martín Emilio Rodríguez Colorado aus Bogotá

Ende 2016 wurde zwischen der kolumbianischen Regierung unter Präsident Juan Manuel Santos und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) ein Friedensabkommen abgeschlossen.
Die Hoffnung war, damit einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg im Land zu beenden. Weiterhin gibt es jedoch bewaffnete Auseinandersetzungen von Militär, Paramilitärs, ehemaligen Teilen der FARC und anderen Guerrilla­gruppen.

Zudem fordert der derzeitige Präsident Iván Duque das Friedensabkommen einseitig abzuändern. Vertreter der ursprünglichen Verhandlungsparteien des Friedensvertrages sehen dieses Vorgehen als schädlich für die Umsetzung an.

Der bei der antimilitaristischen Gruppe La Tulpa aktive Martín Emilio Rodríguez Colorado sieht mit diesem Vorgehen der Regierung auch die in den letzten acht Jahren erfolgten Verbesserungen zur Kriegsdienstverweigerung in Gefahr, die 2017 in eine Gesetzesänderung und Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung mündeten.

Martín Emilio Rodríguez Colorado wird auf der Veranstaltung über die aktuelle Entwicklung in Kolumbien berichten. Er wird auch die Arbeit von La Tulpa zur Kriegsdienstverweigerung und gegen die Militarisierung des Landes vorstellen. Zudem möchte er mit dieser Veranstaltung zur Teilnahme an einer internationalen Konferenz der War Resisters‘ International einladen, die vom 30. Juli bis 1. August 2019 in Bogotá stattfinden wird.

Inhaftierte Kriegsdienstverweiger*innen weltweit

(02.04.2019) Der in Griechenland lebende Kriegsdienstverweigerer George Karatzas hatte im Dezember 2018 eine Aufstellung über inhaftierte Kriegsdienstverweigerer weltweit erstellt. Wir haben diese Liste aktualisiert und ergänzt mit Stand vom 2. April 2019. (d. Red.)